Ostkueste - Von Dunedin nach Christchurch

... ist die letzte Etappe meiner Tour, und ich bin auch direkt schon ein bisschen muede ... :-) Aber die Otago Peninsula, eine Naturparadies von einer Halbinsel, gleich ausserhalb von Dunedin, muss ich mir trotzdem noch geben. Und ich sollte es bei weitem nicht bereuen!
Die Besitzerin der Herberge hat mir naemlich ganz genau den Weg beschrieben, wie ich zu der Bucht komme, die kein Touristen-Park mit Eintritt ist, sondern Natur pur. Hab ich auch recht flott hingefunden, ueber Schotter zum Meer hinunter, und auf einem Parkplatz die Karre hingestellt. Ein Schild: "Sandfly Bay - [..] Dogs inside this Area will be destroyed" ist schoneinmal sehr lobenswert! :-)
Es geht ueber Schafsweiden hinunter zu den Sandduenen, und das hat echt gewaltig ausgeschaut. Der Strand im Hintergrund, mit einer gscheiden Brandung, und du hasst noch die unverspurten Sandduenen vor dir, zum Hinunterspringen, -Rutschen und -Laufen. Ich bin die ganze Zeit voellig allein, und wohl der Erste am Morgen (sowas *grossschaug*).
Und jetzt kommt das Geilste ... ich spazier so am Strand dahin ... es liegt so ein Haufen mitunter auch grosses Treibholz herum ... und auf einmal bewegt sich so ein Teil! Und schaut mich an! :-) Wars ein Seeloewe ... was fuer riesige Viecher! Und der sollte nicht der einzige bleiben, am ganzen Strand sind sie faul herumgelegen, so immer wieder ein paar, so 15 ungefaehr.
Brauchst du nicht glauben, dass di vor dir Angst haben. Aber weil ich natuerlich einem ganz kapitalem Teil zu nahe hab kommen muessen (wollte fuer ein Selbstausloeserfoto den Arm herumlegen ;-) ), hat er mich so angeschaut ... sein Gebiss gezeigt, und einmal tief gebruellt, da ist der Stefan schon wieder rueckwaerts weckgegangen.
Und kurz darauf hat mich dann eine Moewe attackiert - immer wild kreischend auf mich zugeflogen, und erst kurz vorher abgedreht. Weil das so lustig war, hat dann so ein schwarzer Vogel selber Groesse, mit roten Augen und rotem langem schmalem Schnabel, auch gleich mitgemacht. Ich hab das dann doch irgendwie als Zeichen gedeutet, umgedreht, und mich auf den Rueckweg gemacht.
Die ganzen Duenen wieder zu erklimmen, war weniger lustig und ein bisschen mehr anstrengend, als das Hinunterspringen ... musst du schon auf alle viere gehn, damit du ueberhaupt weiterkommst.
Beschwingten Herzens spule ich den Toyota ueber die Schotterstrasse hinauf, und bin wenig spaeter auf der Strasse nach Christchurch. Dort angekommen, gleich die Herberge gecheckt, und alle Sachen aus dem Auto geraeumt. Wahnsinn, bin ich nicht mehr fertig geworden. Das ganze Zimmer war voll mit meinem Krempl! Bin schon gespannt, wie ich das alles in einen Rucksack bekommen soll ...
Tja, und jetzt? In der groesten Stadt der Suedinsel?
Weil sichs grad so gut ausgegangen ist, treff ich mich mit Chris - einem Zeller, und wir beschliessen, ganz dezent saufen zu gehn.
Deswegen ist es heute das zweite Mal auf meiner Reise, dass ich morgens eine Aspro zum Fruehstueck hinzugefuegt habe. Oder zwei :-) Aber lustig war, zuerst in einem Gastgarten und dann in einem Irish-Pub, ueberall spitzen Live-Musik, haben wir gleich im Irischen Stil ordentlich abgetanzt und gefeiert. Und zwei Englaender beim Wutzeln vernichtet. Der Verteidiger der Briten, zu seinem Partner, nachdem ich den vierten Ball *KLEESCH* versenkt habe: "We can't win." Mords Gaudi gewesen! :-)

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