Wellington

... ist die Hauptstadt Neuseelands, die ganz im Sueden der Nordinsel liegt. Eigentlich weit kleiner als Auckland, protzt sie doch mit einer beachtlichen Skyline vom Meer aus gesehen, und einem Haufen teurer Autos und Lokalen in der Innenstadt. Mir von vornherein schon unsympatisch gewesen ...
Nachdem ich mich in der Sauna von den Strapazen des Tongariro Nationalparks erholt habe, breche ich am naechsten Tag zusammen mit dem Hollaender auf, der mit mir die Wanderung gemacht hat (Sam). Wir fahren ueber Napier, eine wunderschoene Stadt, rund und huegelig ins Meer hinausgebaut. Dort setze ich Sam ab, in einem Backpacker der im alten Gefaengnis der Stadt stationiert ist. Ich selber fahre auf direktem Weg ab in den Sueden.
Nach langer Fahrt und 512MB MP3s durchgehoert und mitgegroelt, komme ich spaeten Nachmittags in Wellington an, die Hauptstadt Neuseelands, wo auch die Faehre zur Suedinsel nach Picton uebersetzt. Diese geht aber um 1 nachmittags, also ist eine Uebernachtung hier irgendwo unausweichlich. Ich fahre also direkt ins Zentrum hinein, und kreuze hier ein bisschen herum. Lustig, eine Stadt aus dem Auto aus anzuschauen, indem du einfach darin herumfaehrst. Du darfst dich dabei halt auf keinen Fall vom Verkehr stressen lassen, und einfach zurueckhupen! :-)
Nach einer Stunde finde ich eine Strasse im Zentrum, und einen freien Parkplatz, wo ich meinen alten weissen Toyota Kombi zwischen die Porsche hineinstelle, und mit meiner seit Abreise ungewaschenen Hose neben den Anzugtraegern wegspatziere.
Ich hau mich in ein Pub, und wundere mich, dass der Kellner nicht kommt, wo ich ihn grad vorher gefragt habe, ob hier frei ist. Ich seh ihn drin sitzen, schuettel den Kopf, und geh wieder. Hau ich mich ins MollyMalone, das kenn ich schon (Reim-Time). Total nobel, mit Tuersteher und so, setz ich mich an den Tisch und warte wieder vergebens. Musst du dir vorstellen, die Briten habens nicht so mit dem Bedienen. Sind wohl ein bisschen zu nobel dafuer oda so. Also kein Kellner-Verkehr nirgends, und ich hol mir die Verpflegung an der Bar.
Komme ich zum Auto zurueck, musste ich feststellen, dass so eine Neuseelaendische Matrone in Uniform gerade meine Autonummer ins Kastl tippt. Da die Parkgebuehren auf jeden Fall bezahlt waren, war ich mir sicher, dass es sich um einen Irrtum handelt, und fragte sich freundlich, wo das Problem ist. Tja, das Problem war der Schriftzug "24h Tow-Away" an einem 5m entfernten alten Garagen-Tor. Und KEIN einziger Hinweis am Parkplatz selber, der hat ausgeschaut wie jeder andere. Und die Tante hat den Schlepper schon gerufen, also alles zu bezahlen, 110 Dollar, und nichts mehr zu machen. Hab gar nicht gewusst, dass ich auf englisch so gut fluchen kann ... :-) Tja man lernt so einiges.
Ich entscheide mich daher, ein bisschen Geld zu sparen, und campe in meinem Kombi in irgendeinem Vorort, voller Schleim auf diese @#*$^% Stadt.
Am naechsten Morgen sollte alles besser werden, ich bin als einer der ersten am Hafen, und checke die Faehre. Zwei laessige Bayern laden mich zum Fruehstueck in ihrem Camper ein, und es wird ein gaudiger Vormittag, wo wir auch noch ein bisschen durch Wellington streifen.

0 Comments:
Post a Comment
<< Home