Des is vom Stefan die Tour durch das Kangaroo-Land und Umgebung, also Neuseeland, Australien und Indonesien. Viel Genaueres steht noch nicht fest ... :-)

Thursday, October 26, 2006

Ein weiter Weg


... zurueck in die Zivilisation. Die ist naemlich in Dunedin, die (nach Christchurch) zweitgroesste Stadt auf der Suedinsel, mit so knapp 100k Einwohnern, von denen 20k Studenten sind. Bis dahin sind es so 500 Kilometer teilweise Strecke durch die Berge.

Und die werd ich sicher nicht an einem Tag bewaeltigen, weil kaan Stress. Ausserdem ist es ja schon nachmittags, ich fahre also zurueck nach Te Anau, und gib mir nocheinmal diese gewaltige Strecke durch pure Natur. Und da ich gerade so lustig drauf bin, beschliesse ich auch gleich, seit langem wiedereinmal im Auto zu campen. Ich stelle mich auf den Schotterparkplatz neben die Buesche, auf der anderen Seite des Sees, wo der Kepler-Track beginnt. Packe mein Koch-Zeug zusammen, und spaziere zum See hinunter. Und weil das doch recht weit war, und ich dass Essgeschirr vergessen habe, reicht als Kochloeffel auch ein passend geformtes Stueck Treibholz.

Aber die Nacht hab ich dann doch etwas bereut. Weil es ist naemlich wieder schweinekalt gewesen. Und da wachst du dann die ganze Zeit auf, in der Nacht, vor lauter frieren dir die Zechen ein. Nix lustig gewesen! Dafuer bin ich aber schon mit den Voegeln aufgestanden (war richtig froh, wie's angefangen hat zu daemmern, endlich einmal auch viel Zeit am Vormittag! :-)

Und jetzt kommt das besondere, hier in Te Anau. Ich meine, der See und die Berge, sind ja auch schoen, ohne Frage, aber hier gibt es auch bekanntere Namen. Ganz in der Naehe gibt es einen Wald - der ist alt, seehr alt - Fangorn. Da fahr ich gleich einmal mit dem Toyota hin.

Und aus dem Lake Te Anau entspringt auch noch der Anduin :-). Und der fliest in einen mit dem Strassenfahrzeug nicht erreichbaren weiteren See, der nocheinmal schoener ist als der erste. Und riesig! Und 500m tief. Nicht schmal! So wie der Anduin.

Weils aber zum Elbenbootpaddeln mir zu anstrengend war, hab ich ein Jetboat gechartert. Das verwendet als Antrieb keine aeussere Schraube, sondern das Wasser wird unterhalb angesaugt, beschleunigt, und hinten als Strahl abgestossen. Damit kann dieses Teil in extreem seichten Gewaessern manoevrieren. Wir pressen also mit so 75km/h den Anduin hinauf, drehen Schrauben, und schauen uns die Stellen an, wo Filmszenen aufgenommen worden sind.

Danach komm ich gemuetlich in die Herberge zurueck, und natuerlich kaan Stress, wird erst morgen nach Dunedin aufgebrochen. Ist auch gar nicht so weit gewesen, 3 Stunden lustig autofahren halt. Und Dunedin selbst, hat dem Stefan ganz gut gefallen. Endlich einmal eine Stadt, die nicht nur aus Holzbuden besteht, die im quadratischen Strassennetz aufgestellt worden sind ... sondern richtig gewachsen ist. Hat sogar fast eine Altstadt!

Und eine halbe Kathedrale. Hat mir gleich der Pater erzaehlt (ich glaub, der hat gleich meinen frommen Ministrantenblick erkannt), dass eben die Kathedrale im Aufschwung des Goldrauschs gebaut worden ist. Nur ist der Goldrausch um einiges vor der Kirche fertig gewesen ... und die Bauarbeiter, Glaube hin oder her, arbeiten auch nicht gratis, und deshalb haben sie nach dem Eingangs-schiff gleich die Aussenmauer gesetzt. Schaut lustig aus! :-)

Ich haeng also ein bisschen in der Stadt ab, schlendere die Einkaufsstrasse entlang, und besuch dann noch die Universitaet. Ein bisschen zwischen den Kiwi-Studenten herumsitzen, Kaffee trinken, beim Lernen zuschaun, war sogar gerade Pruefung im Hoersaal, hab ich sie schwitzen sehn :-) Maaa, des wird ma obgehn.

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